Ein kürzlich veröffentlichter E-Mail-Betrug mit dem Titel „Sie wurden überwacht“ ist ein klassisches Beispiel für Sextortion. Bei diesen Betrügereien drohen Cyberkriminelle mit der Veröffentlichung vertraulicher oder kompromittierender Informationen des Empfängers, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Empfänger müssen diese Betrugsversuche erkennen und Betrüger meiden.
Anatomie des Betrugs
Die Betrüger hinter diesen E-Mails behaupten in der Regel, sich in das System des Empfängers gehackt zu haben und mutmaßlich kompromittierendes Material zu besitzen. Hier ist eine Übersicht über ihre Taktik:
- Falsche Hacker-Behauptungen: Die Betrüger behaupten, dass das System des Empfängers kompromittiert wurde und dieser über einen längeren Zeitraum hinweg überwacht wurde.
- Infektionsvorwürfe: Sie behaupten, das Gerät des Empfängers sei durch den Besuch einer Website für Erwachsene infiziert worden und sie hätten explizite Videos aufgenommen.
- Ansprüche wegen Datendiebstahls: Sie behaupten außerdem, dass sie alle Daten vom Gerät des Empfängers auf ihre Server kopiert hätten.
- Lösegeldforderung: Es wird ein Lösegeld gefordert, oft in Bitcoin, und es wird mit öffentlicher Bloßstellung gedroht, wenn die Zahlung nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgt.
- Einschüchterungstaktiken: Die E-Mail verwendet Drohungen mit rechtlichen Konsequenzen und die Behauptung, anonym bleiben zu wollen, um den Empfänger einzuschüchtern.
- Umgehung der Erkennung: Sie behaupten, dass der verwendete Virus nicht erkennbar sei und dass eine Änderung des Passworts sinnlos sei.
- Bedrohungen melden: Die Betrüger warnen davor, auf die E-Mail zu antworten oder sie zu melden. Sie behaupten, die Adresse des Absenders sei nicht auffindbar und drohen mit der Veröffentlichung der Daten des Empfängers, falls die Strafverfolgungsbehörden kontaktiert werden.
Erkennen und Melden
Solche E-Mails sind reine Erpressungsversuche, die durch Angst und Einschüchterung Geld erpressen. Empfänger sollten nicht auf diese Betrüger reagieren oder mit ihnen interagieren. Stattdessen sollten sie die E-Mail den zuständigen Behörden oder ihrem E-Mail-Anbieter melden, um weiteren Missbrauch zu verhindern.
Wie infizieren Spam-Kampagnen Computer?
Cyberkriminelle verbreiten Malware oft per E-Mail und nutzen dazu betrügerische Taktiken wie PhishingSie tarnen E-Mails als legitime Nachrichten aus vertrauenswürdigen Quellen und verleiten die Empfänger dazu, auf schädliche Links zu klicken oder infizierte Anhänge herunterzuladen. Hier sind gängige Methoden:
- Schädliche Anhänge: Dateien wie ausführbare Dateien (.exe), komprimierte Dateien (.zip oder .rar), Microsoft Office-Dokumente (.doc oder .docx) und PDF-Dateien können versteckte Malware-Nutzdaten enthalten.
- Schädliche Links: Eingebettete Links in E-Mails können Empfänger auf scheinbar vertrauenswürdige Websites umleiten, die Drive-by-Downloads auslösen oder Benutzer zum Herunterladen schädlicher Dateien auffordern.
So vermeiden Sie die Installation von Malware
Um sich vor Malware-Infektionen durch E-Mails zu schützen, befolgen Sie diese Richtlinien:
- Übung Vorsicht: Seien Sie bei E-Mail-Anhängen oder Links vorsichtig, insbesondere wenn diese unerwartet kommen oder irrelevant erscheinen, insbesondere von unbekannten oder verdächtigen Adressen.
- Halten Sie die Software auf dem neuesten Stand: Stellen Sie sicher, dass Ihr Betriebssystem, die installierten Programme und die Sicherheitstools auf dem neuesten Stand sind, um Schwachstellen zu minimieren.
- Von seriösen Quellen herunterladen: Laden Sie Anwendungen und Dateien nur von offiziellen Websites und vertrauenswürdigen App Stores herunter.
- Vermeiden Sie zweifelhafte Websites: Gehen Sie mit Pop-ups, Werbung oder Schaltflächen auf verdächtigen Websites skeptisch um.
- Verzichten Sie auf die Verwendung von Raubkopien: Vermeiden Sie die Verwendung von Raubkopien oder Cracking-Tools.
- Regelmäßige Scans: Scannen Sie Ihren Computer regelmäßig, um vorhandene Bedrohungen zu identifizieren und zu beseitigen, die die Sicherheit Ihres Systems gefährden könnten.
Wenn Sie bereits schädliche Anhänge geöffnet haben, empfiehlt es sich, einen „Vollständigen Systemscan“ mit Ihrer Sicherheitssoftware durchzuführen, um Beseitigen Sie automatisch eingedrungene Malware.
Indem Sie informiert und wachsam bleiben, können Sie sich davor schützen, diesen und anderen Cyberbedrohungen zum Opfer zu fallen.




