Seit WannaCry im Jahr 2017 die Welt eroberte, ist Ransomware zum schlimmsten Albtraum eines Netzwerkadministrators geworden. Und das nicht ohne Grund: Die verheerenden WannaCry Ransomware-Angriff Betroffen waren mehr als 200,000 Computer in 150 Ländern mit enormen Schäden. Auch andere bekannte Ransomware-Angriffe wie Petya und Bad Rabbit richteten erheblichen Schaden an. Kein Unternehmen ist jedoch sicher. Ransomware funktioniert, wenn Hacker Zugriff auf Systeme erhalten und die Daten verschlüsseln, wodurch der ursprüngliche Benutzer ausgesperrt wird. Den ursprünglichen Benutzern wird gedroht, dass ihre Informationen gelöscht oder weitergegeben werden, wenn sie nicht ein Lösegeld (meist in Form einer Kryptowährung) zahlen. Danach erhalten sie den Schlüssel zur Entschlüsselung ihrer Daten.
Was also sollte ein Unternehmen im schlimmsten Fall tun? Wenn es gehackt wird und alle Daten in den Händen böswilliger Hacker sind, die drohen, sie nur gegen Zahlung eines Lösegelds herauszugeben, sollte das Unternehmen dieses Lösegeld dann zahlen?
Der Rat der meisten Sicherheitsexperten lautet: Nein.
Geben Sie den Verbrechern nicht nach
Betrachten Sie die Telstra Cyber Security Report 2017Die Studie ergab, dass 60 % der australischen Unternehmen im Jahr 2017 Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden und 57 % das Lösegeld zahlten. Allerdings erhielt nur jedes dritte Unternehmen seine Daten zurück. Die Schlussfolgerung daraus ist einfach: Die Zahlung des Lösegelds garantiert einem Unternehmen nicht, dass es seine Daten zurückbekommt, und, was noch wichtiger ist, sie verschärft das Problem nur.
Die Zahlung des Lösegelds ermutigt Cyberkriminelle, solche Angriffe fortzusetzen. Zudem wird das Unternehmen dadurch zu einem schwachen Ziel, da es bereit ist, für die Rückgabe seiner Daten zu zahlen. In dieser Situation haben die Kriminellen bereits die Oberhand. Selbst wenn sie den Entschlüsselungsschlüssel bereitstellen (was sehr unwahrscheinlich ist), könnte das Unternehmen erneut ins Visier geraten, da es bereits Lösegeldbereitschaft signalisiert hat. Hacker könnten das Lösegeld auch einfach erhöhen, wenn sie sehen, dass ein Unternehmen zahlungsbereit ist.
Keine Garantie für Datenrückgabe
Aber was vielleicht noch entscheidender ist: Es gibt keine Garantie, dass das Unternehmen die Daten zurückbekommt. Das gezahlte Lösegeld ist daher möglicherweise völlige Geldverschwendung. Die Hacker haben wenig Anreiz, die Daten zurückzugeben – sie möchten lieber anonym bleiben. Insbesondere im Fall von WannaCry gab es keinen Mechanismus, um festzustellen, wer das Lösegeld bezahlt hat. Das bedeutete, dass die Daten auch nach der Zahlung verschlüsselt bleiben konnten.
In verzweifelten Situationen haben Unternehmen oft das Gefühl, keine andere Wahl zu haben. Sie sollten über die Konsequenzen nachdenken und stattdessen ihre Organisation neu aufbauen. Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Unternehmen können ihre Sicherheitssysteme folgendermaßen robust halten:
- Bereitstellung geeigneter Sicherheitslösungen: Eine solide Sicherheitslösung trägt wesentlich zur Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit einer Organisation bei. Seqrite Endpunktsicherheit (EPS) bietet integrierten Schutz vor Ransomware und ist eine gute Option zum Schutz von Netzwerken vor fortgeschrittenen Bedrohungen.
- Verwendung einer DRaaS-Lösung: Eine Disaster Recovery as a Service (DraaS)-Lösung repliziert und hostet physische und virtuelle Dienste an einem zweiten Standort. Im Falle einer Katastrophe am ursprünglichen Standort können die Dienste vom zweiten Standort aus abgerufen und gesichert werden. Der Einsatz einer solchen Lösung kann Unternehmen bei der Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff unterstützen.
- Mitarbeiterbewusstsein: Unternehmen können viel erreichen, indem sie ihre Mitarbeiter über die Gefahren verschiedener Arten von Malware, einschließlich Ransomware, aufklären. Diese Art von Schulung kann das Bewusstsein für verdächtige Links, Phishing-Betrug, das Erkennen kompromittierter Anhänge und ähnliche Methoden schärfen, durch die Systeme kompromittiert werden können.
Ransomware-Angriffe können beängstigend und verheerend wirken, wenn sie eintreten. Doch Netzwerkadministratoren und Unternehmensleiter müssen in einer Krise einen kühlen Kopf bewahren. Auch wenn die Versuchung groß ist, das Lösegeld zu zahlen, darf man nie vergessen, dass es sich möglicherweise nur um eine verschwendete Zahlung handelt und langfristig zu noch größerem Schaden führt.
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