Trotz aller Hightech-Sicherheitsmaßnahmen können die eigenen Mitarbeiter die größte Schwachstelle in der Cybersicherheit eines Unternehmens sein. Das heißt nicht, dass diese Mitarbeiter absichtlich handeln, sondern dass sie von böswilligen Kräften ausgetrickst werden. Dies nennt man Social Engineering und ist eine der wichtigsten Methoden, mit denen Kriminelle ihre Ziele angreifen.
Social Engineering ist rein psychologisch und nutzt die menschliche Fehlbarkeit aus. Die Angreifer versuchen, Menschen zur Preisgabe persönlicher Daten zu bewegen. Dies kann äußerst effektiv sein, da die Kriminellen so die oft mühsam und mit hohem Aufwand von Organisationen installierten Sicherheitsmechanismen vollständig umgehen und so ihr Ziel erreichen können. Einige gängige Social-Engineering-Taktiken:
Phishing
Phishing ist die wahrscheinlich am weitesten verbreitete Social-Engineering-Taktik und hat sich leider vor allem aufgrund seiner hohen Effektivität extrem verbreitet. Die grundlegende Taktik des Phishings besteht darin, ahnungslose Mitarbeiter dazu zu verleiten, entweder persönliche Informationen preiszugeben oder auf verdächtige, getarnte Links zu klicken.
Vertrautheits-Exploit
Mit dieser Technik geben sich Kriminelle als bekannte Person aus. Sie erstellen beispielsweise das gefälschte Konto eines bekannten Kollegen mit dessen Namen und Fotos und senden E-Mails an die Zielperson. Diese kann vertrauliche Informationen preisgeben, wenn sie den Betrüger nicht erkennt. In einem persönlichen Gespräch können sie sogar Gespräche mit Mitarbeitern des Unternehmens führen, um sich bekannt zu machen.
Dicht auffahren
Tailgating ist eine gängige Social-Engineering-Taktik und bezeichnet das unbefugte Betreten eines Geländes durch eine Person. Unternehmen versuchen aktiv, Tailgating zu verhindern, doch Kriminelle können mit Social-Engineering-Taktiken noch weiter gehen. Sie bitten Personen beispielsweise, ihnen Zutritt zu gewähren, und nutzen dabei die angeborene Neigung des Menschen, Fremde nicht zu provozieren.
Kriminelle nutzen menschliches Verhalten seit jeher aus. Social Engineering ist daher keine neue Taktik. Was sich geändert hat, ist, dass dieselben Taktiken an das heutige Informationszeitalter angepasst wurden, in dem Daten das A und O sind. Um Social-Engineering-Angriffe zu verhindern, können die folgenden Tipps hilfreich sein:
Bewusstsein für Social Engineering – Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht genau wissen, wogegen sie sich wehren, ist es sinnlos, sie dazu zu bewegen, sich dagegen zu wehren. Viele Mitarbeiter wissen beispielsweise nicht einmal, was der Begriff „Social Engineering“ bedeutet. Daher ist die Aufklärung darüber immer der erste Schritt. Sicherheitsteams sollten regelmäßig Schulungen zum Thema Social Engineering durchführen, damit die Mitarbeiter wissen, was Social Engineering ist und wie sie sich davor schützen können.
Halten Sie strenge Richtlinien zur Informationssicherheit ein – Diese sollten sowohl die physische als auch die digitale Sicherheit betreffen. Unternehmen müssen beispielsweise strenge Richtlinien für die Zugangskontrolle haben, um Tailgating zu verhindern, und für die Nutzung der Systeme. Aus digitaler Sicht sollten Organisationen Richtlinien entwickeln und strikt durchsetzen, die regeln, wie Mitarbeiter mit Informationsanfragen umgehen sollen. Die Einhaltung sollte zudem überwacht werden.
Anti-Phishing – Da Phishing die häufigste Form von Social-Engineering-Angriffen ist, ist es wichtig, dass Unternehmen Anti-Phishing-Maßnahmen in ihre Cybersicherheitslösungen integrieren. In diesem Zusammenhang SeqriteDie Endpoint Security- und Unified Threat Management-Lösungen von bieten Schutz vor Phishing-Angriffen, die abgewehrt werden, bevor sie in das Netzwerk eindringen können.
Führen Sie regelmäßige Audits durch – Es ist wichtig, regelmäßige Audits durchzuführen, um die Cyber-Belastbarkeit zu testen. Unternehmen sollten spezielle Audits in Betracht ziehen, um ihre Reaktion auf Social-Engineering-Angriffe zu überprüfen. Die Ergebnisse sollten regelmäßig überprüft werden, um die Bereitschaft des Unternehmens zu beurteilen.
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