Cybersicherheit ist nicht mehr nur Aufgabe der IT-Abteilungen. Die vielfältigen und umfangreichen Sicherheitsbedrohungen haben dazu geführt, dass die Zeiten, in denen „Cybersicherheit“ nur ein Schlagwort der Technologieabteilungen war und sich nur Netzwerkadministratoren darum kümmerten, längst vorbei sind.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Netzwerkadministratoren nicht die Führung übernehmen. Wenn eine Organisation ihre CybersicherheitsverteidigungNetzwerkadministratoren und IT-Leiter sind diejenigen, die Richtlinien formulieren, Lösungen finden und den gesamten Prozess vorantreiben. Aber auch andere Abteilungen müssen ihren Teil dazu beitragen. Noch wichtiger ist, dass die Rolle der Personalabteilung im heutigen Umfeld stark an Bedeutung gewinnt.
Im Idealfall sollten HR- und IT-Team zusammenarbeiten, um Lösungen zu entwickeln, die die Sicherheitslösungen eines Unternehmens vorantreiben. Zu den wichtigsten Cybersicherheitsrisiken, die der Personalchef eines Unternehmens im Auge behalten sollte, gehören:
1. Insider-Bedrohungen
Zu den größten Gefahren für Unternehmen zählen interne Bedrohungen. Der Insider Threat Report 2017 zeigt, dass 74 Prozent der bestehenden Unternehmen besonders anfällig sind für Insider-Bedrohungen. Ein aktuelles Beispiel für ein hochkarätiges Ereignis dieser Art war Alphabets Klage gegen Anthony Levandowski, einen ehemaligen Mitarbeiter, der ihrer Behauptung nach vertrauliche Dateien und Geschäftsgeheimnisse heruntergeladen hatte, bevor er zurücktrat, um sein eigenes Unternehmen zu gründen, das später von Uber übernommen wurde.
Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter oder andere Personen, die intern mit dem Unternehmen verbunden sind, können einem Unternehmen enormen Schaden zufügen. Da die Personalabteilung eng mit den Mitarbeitern zusammenarbeitet, kann sie diese Bedrohungen frühzeitig erkennen und neutralisieren.
Lösung: Die Personalabteilung kann mit den Netzwerkadministratoren zusammenarbeiten, um die entsprechenden Berechtigungen zuzuweisen. Nicht alle Mitarbeiter müssen die gleichen Berechtigungen haben – Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten arbeiten, müssen identifiziert und mit unterschiedlichen Berechtigungen ausgestattet werden. Die Personalabteilung kann diese Zuordnung vornehmen und entsprechend planen. Wichtig ist, dass ehemalige Mitarbeiter nach ihrem Ausscheiden sofort wieder entzogen werden.
2. Ransomware- und Malware-Angriffe
Ransomware und Malware stellen für Unternehmen weltweit eine große Bedrohung dar. Das Risiko wird noch verstärkt, da sie auf einzelne Mitarbeiter abzielen. Jeder Mitarbeiter kann auf einen verdächtigen Link klicken oder einen infizierten Anhang herunterladen, und das gesamte Unternehmen kann betroffen sein. Diese Art von Malware kann alle Systeme in einem Netzwerk befallen und Unternehmen lahmlegen. WannaCry betraf mehr als 200,000 Computer in 150 Ländern.
Lösung: Die einzige Verteidigungsmöglichkeit für Unternehmen gegen diese Bedrohungen ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Regelmäßige Schulungen zum Schutz der Mitarbeiter vor Ransomware, Phishing und ähnlichen Bedrohungen tragen dazu bei, dass Unternehmen deutlich widerstandsfähiger werden. Die Personalabteilung kann hier eine führende Rolle übernehmen, indem sie Schulungsprogramme organisiert und die Einhaltung dieser Programme durch die Mitarbeiter überwacht.
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3. Kein Backup-Plan
Bedrohungen können jederzeit zuschlagen. Cyberkriminelle und Hacker entwickeln ihre Waffen täglich weiter, und es tauchen immer neue Bedrohungsvarianten auf. Ein wichtiger Punkt für Unternehmen ist die Planung von Backup-Szenarien für den Fall eines Angriffs. Viele kleine Unternehmen denken nicht an diese Möglichkeit und setzen sich damit einem großen Risiko aus. Ohne Backup-Plan kann ein Unternehmen im Falle einer Sicherheitsverletzung oder eines Angriffs mit verheerenden Folgen konfrontiert werden.
Lösung: Die Personalabteilung entwickelt die richtigen Richtlinien für ein Unternehmen. Dabei spielen auch Backup-Pläne eine wichtige Rolle. In Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung können sie die Art des zu erstellenden Backup-Plans, seine Bedeutung sowie die abgedeckten Bereiche beurteilen. Ein geeigneter Plan B trägt wesentlich zur Neuausrichtung des Unternehmens bei.
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