Datenpannen sind eine Katastrophe. Ob CEO, CISO oder Netzwerkadministrator – Datenpannen stellen eine erhebliche Bedrohung dar, die katastrophale Folgen haben kann. Die Gefahr von Datenpannen hat in den letzten Jahren zugenommen, weshalb große Unternehmen dringend versuchen, diese Bedrohung zu verstehen, zu erkennen und sich davor zu schützen.
Was ist eine Datenverletzung?
Ein Datenleck liegt vor, wenn vertrauliche Daten eines Unternehmens verloren gehen oder von Kriminellen zu finanziellen Zwecken oder aus anderen Gründen illegal erlangt werden. Ein Datenleck kann für jedes Unternehmen lähmende Auswirkungen haben, beispielsweise in Form von Betriebsstörungen, Rechtsstreitigkeiten, Kundenverlusten und Markenschäden, um nur einige zu nennen.
Zu den Hauptursachen von Datenschutzverletzungen gehören:
- Schwache oder gestohlene Anmeldeinformationen
- Phishing
- Soziale Technik
- Insider-Bedrohungen
- Anwendungsschwachstellen
- Ransomware
- Physischer Diebstahl und Verlust
Trotz aller Warnungen unterschätzen oder verharmlosen Unternehmen oft die Kosten und Auswirkungen einer Datenschutzverletzung. Die Folgen haben zwei Seiten: finanzielle und rufschädigende.
Finanzielle Seite
Ein Bericht einer äußerst renommierten Organisation brachte einige erschreckende Zahlen zu den wahren Kosten eines Datenlecks ans Licht.
- Die durchschnittlichen Gesamtkosten eines Datenlecks belaufen sich auf gewaltige 3.86 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von fast 7 % gegenüber 2017 entspricht.
- Die durchschnittlichen Kosten pro verlorenem oder gestohlenem Datensatz betragen 148 US-Dollar
- Die Wahrscheinlichkeit, dass es erneut zu einem Verstoß kommt, liegt bei 27.8 %
- Die durchschnittliche Zeit zur Feststellung einer Datenpanne betrug 197 Tage und zur Eindämmung 69 Tage.
- Unternehmen, die einen Verstoß in weniger als 30 Tagen eindämmten, konnten jedoch über 1 Million US-Dollar einsparen
- Ein Mega-Datenleck mit einer Million Datensätzen verursacht durchschnittliche Gesamtkosten von 1 Millionen US-Dollar
Einige der anderen wichtigen Ergebnisse waren:
- Die höchsten Kosten durch Datenschutzverletzungen entstehen in den USA (7.91 Millionen US-Dollar) und im Nahen Osten (5.31 Millionen US-Dollar). Die höchsten durchschnittlichen Kosten pro Kopf sind in den USA und Kanada zu verzeichnen.
- Datenlecks, die durch böswillige und kriminelle Angriffe verursacht wurden, verursachten die höchsten Kosten (157 US-Dollar pro Leck) im Vergleich zu Datenlecks, die durch Systemfehler und menschliches Versagen oder Fahrlässigkeit verursacht wurden.
- Datenlecks haben zudem gravierende Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Unternehmen, die weniger als ein Prozent ihrer Kunden durch ein Datenleck verloren, hatten durchschnittliche Gesamtkosten von 2.8 Millionen US-Dollar. Unternehmen, die mehr als vier Prozent ihrer Kunden verloren, hatten durchschnittliche Kosten von sechs Millionen US-Dollar.
Reputationsseite
Neben dem finanziellen Aspekt haben Datenschutzverletzungen auch einen weiteren, kaum zu quantifizierenden Aspekt: den enormen Schaden, den sie dem Ruf und der Marke eines Unternehmens zufügen. Gehen Kundendaten verloren, kann das jahrelangen Goodwill schnell zunichte gemacht werden. Kunden entwickeln eine negative Wahrnehmung des Unternehmens – es wird als Marke wahrgenommen, die ihre Daten nicht ernst nimmt und der Cybersicherheit keine Bedeutung beimisst. Viele Kunden meiden die Zusammenarbeit mit einem solchen Unternehmen.
Auf lange Sicht kann dies verheerende Schäden für ein Unternehmen verursachen. Sie müssen erneute Anstrengungen unternehmen und von vorne beginnen, nur um ihre bisherigen Kunden zurückzugewinnen. Darüber hinaus müssen sie einen Weg finden, das Vertrauen neuer Kunden zu gewinnen.
Der Einsatz eines zuverlässigen Unified Threat Management (UTM)-Systems in Kombination mit einer Endpoint-Security-Lösung kann Unternehmen helfen, das Risiko von Datenschutzverletzungen zu reduzieren. Es wäre jedoch nicht angebracht, solche Maßnahmen als absolut sicheres System gegen diese Bedrohungen zu bezeichnen. Wie bereits erwähnt, hängt alles davon ab, welche Bereiche Unternehmen schützen wollen, wie gut sie die aktuelle Bedrohungslandschaft einschätzen und wie weit sie in die Absicherung ihrer Infrastruktur investieren können.
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