Eine Lieferkette ist ein allgegenwärtiges und untrennbares Element in jedem Unternehmen, unabhängig von seiner Größe. Wenn es um Cybersicherheit in diesem Bereich geht, reicht es daher nicht aus, lediglich die Peripherie eines Unternehmens zu schützen.
Lieferketten bestehen aus Menschen, Logistik, Systemen, Lieferanten usw., die innerhalb und außerhalb von Geschäftsstrukturen agieren. In einer zunehmend vernetzten Welt kommunizieren alle Unternehmen mit diesen Parteien, und diese Vernetzung kann das Risiko eines Cyberangriffs erhöhen.
Daher ist es für Unternehmen auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung, ihr Geschäft gegen die Möglichkeit eines Malware-Angriffs abzusichern, der über die Lieferkette kanalisiert wird.
Lieferkettenangriffe liegen vor, wenn ein Unternehmen über eine beliebige Komponente seiner Lieferkette, die Zugriff auf Unternehmensdaten und -systeme hat, in dessen Systeme eingedrungen ist. Diese Bedrohungsart entwickelt sich ständig weiter – der vielbeachtete NoPetya-Angriff nutzte beispielsweise einen legitimen Update-Mechanismus aus, um unbefugt einzudringen.
Der Einbruch beim Einzelhandelsriesen Target im Jahr 2014 ereignete sich aufgrund laxer Sicherheitsvorkehrungen bei einem HVAC-Anbieter.
Cyberkriminelle haben schnell begriffen, dass Unternehmen zwar ihre Cybersicherheit sehr ernst nehmen, es ihnen jedoch nicht immer gelingen wird, zumindest Drittparteien zur Übernahme ihrer Cybersicherheitsregeln zu zwingen.
Dies würde implizit bedeuten, dass Lieferketten aus Sicht der Cybersicherheit eines Unternehmens häufig das schwächste Glied darstellen können.
Die Frage ist: Wie gehen Chief Information Security Officers (CISOs) mit den Folgen eines solchen Angriffs um? Welche Maßnahmen können sie ergreifen?
Bewertung und Beurteilung der Lieferkette
Die erste Regel für jedes Unternehmen besteht darin, jeden Aspekt seiner Lieferkette zu bewerten und einzuschätzen.
Ein CISO muss diese Regel konsequent umsetzen, wenn er die Bedrohung durch Angriffe auf die Lieferkette in Betracht zieht.
Dies ist insbesondere für Drittanbieter wichtig, da für sie andere Regeln gelten. Bevor mit ihnen ein verbindlicher Vertrag abgeschlossen wird, ist es wichtig, dass sie sich bereit erklären, sich an die Cybersicherheitsrichtlinien der Drittanbieter zu halten.
Außerdem muss die Geschichte dieser Anbieter untersucht werden, bevor man eine Partnerschaft mit ihnen eingeht.
Cybersicherheit als Vereinbarung
Bei der Geschäftsbeziehung mit Drittparteien müssen CISOs sicherstellen, dass die Arbeitsvereinbarung auch einen detaillierten Rahmen für die Cybersicherheit enthält.
Um es noch einmal zu wiederholen: CISOs müssen eine verbindliche Klausel einfügen, damit Dritte den vom Unternehmen festgelegten Cybersicherheitsregeln und -protokollen zustimmen.
Regelmäßige Audits sind entscheidend
Selbst wenn alle externen Anbieter und Drittparteien bewertet wurden, kann sich ein CISO nicht entspannt zurücklehnen und denken, dass die Arbeit erledigt sei.
Die Einrichtung von Prozessen und Rahmenbedingungen ist gut und schön, aber deren Einhaltung kann mit der Zeit nachlassen, und genau hier können Audits ins Spiel kommen.
Der CISO muss sicherstellen, dass bei allen Beteiligten regelmäßige Audits stattfinden und dass alle Beteiligten die Cybersicherheitsprotokolle gewissenhaft befolgen.
Datenkontrolle
Der Kernpunkt der Datenkontrolle besteht darin, zu verstehen, welche Partei Zugriff auf welche Art von Daten hat. Welche Kontrollen stehen ihr zur Verfügung?
Dies sind wichtige Fragen, die CISOs stellen müssen, um sicherzustellen, dass sie alle Antworten haben. Wenn ein Anbieter Zugriff auf vertrauliche Geschäftsinformationen benötigt, muss er genauer unter die Lupe genommen werden. Außerdem muss er alle Cybersicherheits-Hygieneprüfungen bestehen, bevor er Zugriff auf Unternehmensdaten erhält.
Die Kontrolle muss kontinuierlich erfolgen und CISOs müssen einen vollständigen Überblick über die Verwendung dieser Daten haben.
Halten Sie einen Incident-Response-Plan bereit
Unternehmen und ihre CISOs können selbst nach der Implementierung optimaler Bedrohungsabwehr mit Cyberangriffen konfrontiert werden. Gerade bei einem sich ständig weiterentwickelnden Bereich wie Cyberbedrohungen kann es zu Problemen kommen.
CISOs müssen einen Notfallplan für Lieferkettenangriffe entwickeln und implementieren . Denn im heutigen Zeitalter der Vernetzung ist es schwierig, alle Sicherheitslücken zu schließen – Angriffe können von überall her erfolgen.
Ein Incident-Response-Plan ermöglicht eine klare Strategie für Situationen, in denen das Unerwartete eintritt.
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