Bereits 2012 warnte der damalige US-Verteidigungsminister vor einem möglichen „Cyber-Pearl Harbor“. Er zeichnete ein düsteres Bild: Extremistische Gruppen und feindliche Nationen könnten Cyber-Tools nutzen, um sich Zugang zu kritischen Schaltstellen zu verschaffen und Transport und Infrastruktur zu stören.
Zwar ist ein Angriff dieses Ausmaßes bislang ausgeblieben, doch Panettas Warnung klingt im Zeitalter des Internets der Dinge (IoT) umso relevanter. Wir leben im Zeitalter der intelligenten Technologien, in dem jedes Gerät mit dem Label „Smart“ gekennzeichnet ist – Smart-Fernseher, Smart-Autos, Smart-Citys, Smart-Toaster, Smart-Lampen usw. Die Grenzen zwischen der physischen und der virtuellen Welt verschwimmen, und es kommt zu einem Anstieg cyber-physischer Angriffe – Cyberangriffe, die auch Auswirkungen auf die physische Welt haben.
Kein neues Phänomen
Der wohl bemerkenswerteste Cyberangriff war der 2010 entdeckte Schadwurm Stuxnet. Obwohl sich niemand zu diesem Angriff bekannt hat, richtete er erheblichen Schaden am iranischen Atomprogramm an und führte zur Zerstörung der Atomzentrifugen. Man geht davon aus, dass amerikanische und israelische Cyberexperten ihn entwickelt haben.
Doch in den letzten Jahren gab es Beispiele für Cyberangriffe auf physische Baustellen in deutlich geringerem Umfang, die jedoch ein ähnlich hohes Zerstörungspotenzial aufwiesen. In Italien reisten Forscher dieses Jahr zu verschiedenen Baustellen und demonstrierten den Arbeitern, dass sie Baukräne problemlos fernsteuern und zu gewünschten Aktionen veranlassen konnten. Die Botschaft war eindeutig: Baukräne sind extrem verwundbar und können in den Händen von Angreifern immense Zerstörungen anrichten.
Schock und Ehrfurcht
In noch größerem Ausmaß kam es im Dezember 2015 zu einem erfolgreichen Angriff auf die Stromnetze in der Ukraine. Die Folgen waren gravierend. Die Stromversorgung wurde unterbrochen, und mehr als 230 Menschen waren zwischen einer und sechs Stunden ohne Strom. In Deutschland richtete 2014 ein Cyberangriff massive Schäden an einem Hochofen in einem deutschen Stahlwerk an, als sich die Angreifer Zugriff auf die Steuerungssysteme verschafften. Dies führte zum Ausfall von Teilen der Anlage und zur Beschädigung des Hochofens.
Es ist daher klar, dass auch Unternehmen diesen wachsenden und beunruhigenden Trend cyber-physischer Angriffe zur Kenntnis nehmen und die notwendigen Schritte unternehmen müssen, um sich gegen diese wachsende Bedrohung zu schützen. Dies können sie unter anderem durch folgende Maßnahmen erreichen:
- Lücken schließen – Die meisten Cyber-Physical-Angriffe erfolgen aufgrund von Sicherheitslücken im Unternehmensnetzwerk. Unternehmen müssen ihre Sicherheitsperimeter ständig überwachen und schnellstmöglich eingreifen, um diese Lücken zu schließen.
- Verstehen Sie Ihre Umgebung – Für Unternehmen ist es wichtig, die Branche, in der sie tätig sind, und die neuen Bedrohungen im Blick zu behalten. Wer über neue Trends und Schwachstellen informiert ist, kann frühzeitig auf Bedrohungen reagieren.
- Schaffen Sie eine Kultur der Sicherheit – Es ist die Aufgabe der Unternehmen, einen Sicherheitsansatz zu etablieren. Dazu gehört die Schulung der Mitarbeiter über die Bedeutung von Internet-Sicherheit, und stellt sicher, dass strenge Richtlinien zur Cybersicherheit gelten und diese eingehalten werden.
- Physische Sicherheit in Cybersicherheit integrieren – Wie bereits erwähnt, verschwimmen die Grenzen zwischen der physischen und der digitalen Welt, und Unternehmen müssen in beiden Welten sicher sein. Auch die physische Sicherheit ist in diesem Zusammenhang von größter Bedeutung. Dazu gehören strenge Regeln gegen Tailgating, sichere Zugangskontrollsysteme und die ordnungsgemäße Speicherung vertraulicher Informationen.
- Verwenden Sie eine sichere Cybersicherheitslösung – Eine starke Cybersicherheitslösung ermöglicht es Unternehmen, ihre Abwehrmaßnahmen zu sichern und gleichzeitig ihre Netzwerkaktivitäten zu überwachen. Unternehmen können Folgendes in Betracht ziehen: SeqriteEndpoint Security (EPS) Dabei handelt es sich um eine einfache und innovative Plattform, die fortschrittliche Technologien zum Schutz des Netzwerks integriert.



