Wir alle haben schon vom Darknet gehört. Es ist der mysteriöse Teil des Internets, der normalerweise nicht zugänglich ist, nicht in Suchmaschinen indexiert ist und in dem alle illegalen Aktivitäten stattfinden. Ob Drogen oder Kriminalität – das ist die Unterwelt des Internets. Aber was, wenn wir Ihnen sagen, dass es auch der Mittelpunkt von etwas ist: Malware als Service (MaaS).
Wie funktioniert MaaS?
Moment mal! Genau wie der Name schon sagt, ist Malware as a Service (MAAS) ein reines Geschäftsmodell mit Wurzeln im Darknet. Obwohl der Begriff „Dienstleistung“ irreführend sein mag, ähnelt es der Funktionsweise von „As a Service“-Modellen wie SaaS (Security & Software as a Service) und DaaS (Data as a Service). Kunden wird ein greifbarer Gegenstand als Dienstleistung angeboten – doch während in anderen Fällen die angebotene Dienstleistung positiv ist, ist sie in diesem Fall anders. Malware wird denjenigen angeboten, die über Geld verfügen und dieses einsetzen möchten, um die Systeme anderer zu gefährden. Daher auch Malware as a Service (MaaS).
Die Funktionsweise ist einfach. Während Computerhacker früher erfahrene Zauberer in der dunklen Welt der Cybersicherheit waren, kann heute jeder ein Hacker sein. Angesichts der enormen Größe des Cybercrime-Marktes, der vermutlich Milliarden wert ist, ist es kein Wunder, dass sich viele diesem illegalen Markt zugewandt haben. Tausende wollen ihren Anteil am Markt, doch nicht alle verfügen über die technischen Fähigkeiten, um erfolgreiche Cyberhacker zu sein.
Die Entwicklung von MaaS
Technisch versierte Hacker und Kriminelle entwickeln oder finden Schadsoftware und Sicherheitslücken und setzen diese als Dienstleistung gegen ihre Opfer ein. Das ist wie eine Transaktion, bei der sie von einer externen Partei den Auftrag erhalten, jemanden zu hacken, und dafür Geld bekommen.
Aber das ist nur der Anfang.
Laut Analyse von SeqriteIm jährlichen Bedrohungsbericht wird prognostiziert, dass die Entwicklung von RaaS (Ransomware as a Service), einer Form von MaaS, auf die zukünftige Möglichkeit eines As-a-Service-Modells hindeutet. Erweiterte persistente Bedrohungen (APTs). Was bedeutet das?
Zunächst einige Hintergrundinformationen. Der Schlüsselbegriff für APTs ist „langfristig“. Dabei handelt es sich um langfristige, anhaltende und unerbittliche Angriffe von Hackern und anderen Cyberkriminellen auf ein bestimmtes Ziel, um an sensible Daten zu gelangen. Das Ziel von APTs ist nicht, Schaden anzurichten und ein Unternehmen zu schwächen – vielmehr ist es raffinierter. Das Hauptziel von APTs ist der Diebstahl sensibler, vertraulicher Daten. Aus diesem Grund greifen sie nicht nach dem Hit-and-Run-Prinzip an, sondern dringen in ein Unternehmensnetzwerk ein, breiten ihre Präsenz langsam aus und sammeln Daten, bevor sie schließlich wieder verschwinden.
APTs: eine stille Bedrohung
Aufgrund der hochspezialisierten Natur von APTs werden diese von Teams erfahrener Cyberkrimineller mit spezifischen Zielen betrieben: Finanzinstitute, Regierungseinrichtungen und Militärorganisationen – also Orte, an denen große Mengen vertraulicher Daten gespeichert sind. Auch auf globaler Ebene können Regierungen und Staaten APTs nutzen, um einen Feind auszuspionieren.
Und jetzt als SeqriteJahresbericht Bedrohungsprognosen zufolge könnte MaaS durch die Umstellung auf APT als Service noch gefährlicher werden. Hypothetisch würde dies bedeuten, dass Malware-Autoren wahrscheinlich allgemeine Schlupflöcher in wichtigen Sektoren wie dem Gesundheitswesen, dem Bankwesen und der Cloud finden könnten. Diese könnten dann als gut organisierter Angriffsvektor an Zahlungswillige verkauft werden. Regierungen oder staatsfeindliche Akteure könnten APT als Service nutzen, um an Informationen zu gelangen oder Strafverfolgungsbehörden und Gesundheitsbehörden zu infiltrieren.
Die Option „APT as a Service“ stellt eine beängstigende Bedrohung für die Zukunft der Cybersicherheit dar, und es ist für alle Arten von Organisationen äußerst wichtig, in robuste und sichere Cybersicherheitslösungen zu investieren. Seqrite um sich in diesen schwierigen Zeiten zu schützen.
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