Der IT-Sektor hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem äußerst profitablen und umsatzstarken Sektor entwickelt. Die IT-Branche ist allein für die Einführung und Umsetzung der Digitalisierung verantwortlich und stellt sicher, dass große Mengen an Informationen vom manuellen ins digitale Format konvertiert werden. Die Beteiligung der Branche, insbesondere an der Datenverarbeitung, macht sie automatisch zu einem begehrten Ziel für Cyberangriffe.
Cyberkriminelle zielen typischerweise auf Branchen ab, in denen die Auswirkungen eines Cyberangriffs enorm sind und die gestohlenen Daten wertvoll sind. Indem sie den IT-Sektor ins Visier nehmen, erreichen sie natürlich ihr Ziel, große Industrien mit einer riesigen Belegschaft anzugreifen – was sich auf die Wirtschaft eines ganzen Landes auswirken kann.
Die wachsende Bedrohung wird durch die Zahlen selbst bestätigt – laut Seqrite Vierteljährlicher Bedrohungsbericht Ab dem zweiten Quartal 2019 waren IT-/ITES-Unternehmen mit 6.15 % aller Malware-Angriffe in diesem Quartal das viertgrößte Ziel von Cyberangriffen.
Dieses Risiko lässt sich jedoch deutlich verringern, wenn die IT-Branche sich dieser wachsenden Bedrohung bewusst wird. Der erste Schritt besteht in der Bewertung der Situation. Daher muss die IT-Branche sicherstellen, dass sie in der Lage ist, einige der größten Cybersicherheitsbedrohungen zu bewältigen, die den Sektor plagen.
- Qualifikationslücke
Laut einer aktuellen Umfrage zur Personalbewertung waren in 59 % der Unternehmen Stellen im Bereich Cybersicherheit unbesetzt – Frost & Sullivan prognostiziert bis 1.5 einen weltweiten Mangel von 2020 Millionen Stellen. Diese Statistik verdeutlicht ein großes Problem der IT-Branche im Bereich Cybersicherheit: die enorme und immer größer werdende Qualifikationslücke.
Qualifiziertes Personal für Cybersicherheit ist sehr gefragt, doch das Angebot scheint nicht mitzuhalten. Deshalb müssen Unternehmen im IT-Sektor kontinuierlich nach Möglichkeiten suchen, die Qualifikationslücke durch Investitionen in regelmäßige Schulungen und Weiterbildungsprogramme zu schließen.
- MaaS als Advanced Persistent Threat
Nach der Analyse von SeqriteIst jährlich Bedrohungsberichts wird prognostiziert, dass die Entwicklung von RaaS (Ransomware as a Service), einer Form von MaaS (Malware als Service) weist auf die zukünftige Möglichkeit eines „As a Service-Modells“ für Advanced Persistent Threats (APTs) hin.
Hypothetisch würde dies bedeuten, dass Malware-Autoren sich wahrscheinlich auf die Suche nach allgemeinen Sicherheitslücken in wichtigen Branchen wie IT/ITES konzentrieren könnten. Diese könnten dann als gut organisierte Angriffsmethode an zahlungswillige Kunden verkauft werden. Regierungen oder staatsfeindliche Akteure könnten APT als Dienstleistung nutzen, um an Informationen zu gelangen oder verschiedene Abteilungen von IT-Unternehmen zu infiltrieren.
- Datenleck
Denken Sie daran, die riesiger Datendiebstahl bei Equifax im Jahr 2017? Neben erheblichen Reputations- und Betriebsschäden war es auch für erhebliche finanzielle Rückschläge verantwortlich.
Jüngsten Berichten zufolge muss das US-Unternehmen im Rahmen eines Vergleichs wegen des Datenlecks rund 700 Millionen US-Dollar zahlen. Auch das indische IT-Unternehmen Wipro gab kürzlich zu, Opfer eines spektakulären Datenlecks geworden zu sein.
Unternehmen im Informationstechnologiesektor müssen sich dieser wachsenden Bedrohung bewusst sein, da sie aufgrund der Menge an wertvollen Daten, die sie besitzen, sehr anfällig für diese Bedrohung sind.
- Insider-Bedrohungen
Die IT-Branche ist von einem ständigen Mitarbeiterwechsel geprägt – ein endloser Kreislauf aus Personalabbau und Neueinstellungen. Mitarbeiter, ob aktuell oder früher, sind oft für versehentliche oder absichtliche Datenlecks verantwortlich. Dieses Phänomen ist allgemein als Insider-Bedrohungen bekannt.
Insider-Bedrohungen stellen für die IT-Branche ein großes Problem dar, da viele Personen Zugriff auf vertrauliche Daten haben. Mitarbeiter wechseln oft zwischen verschiedenen Projekten für verschiedene Kunden und haben dadurch Zugriff auf vertrauliche Kundeninformationen.
Wenn diese Informationen absichtlich oder unabsichtlich durchsickern, könnte dies für die jeweiligen Unternehmen ein großes Problem darstellen.
Angesichts all dieser Bedrohungen ist es unerlässlich, dass der IT-Sektor die Herausforderung annimmt und seine Cybersicherheitslösungen kontinuierlich verbessert. Er kann beispielsweise in Lösungen wie … investieren. Seqrite Endpunktsicherheit (EPS), eine einfache und umfassende Plattform zum Schutz von Unternehmensnetzwerken vor fortgeschrittenen Bedrohungen, und Einheitliches Bedrohungsmanagement (UTM), eine Komplettlösung für alle Sicherheitsanforderungen von Unternehmen.



