Der Grundstein jeder Demokratie ist das Wahlrecht. Damit eine erfolgreiche Demokratie reibungslos funktionieren kann, ist es wichtig, dass die Volksvertreter fair und gerecht gewählt werden. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Wenn die Wahl als solche für jede Demokratie so wichtig ist, dann sind diejenigen, die ihre Stimme abgeben – die Wähler –, noch wichtiger.
Theoretisch ist Wählen eine einfache Angelegenheit. Man geht in eine Wahlkabine, wo man eine Auswahl an Kandidaten hat. Man wählt den Kandidaten aus, der einem am besten gefällt, und gibt ihm seine Stimme. Der beliebteste Kandidat gewinnt die Wahl. Klingt doch alles schön und gut, oder? Wenn das nur so wäre.
Das Zeitalter der intelligenten Wähler
Wir leben im Zeitalter der intelligenten Welt. Von Telefonen über Städte und Eisenbahnen bis hin zu Autos gibt es kaum etwas, das nicht mit dem Präfix „smart“ versehen ist. Und das gilt auch für Wahlen. Millionen und Milliarden von Menschen loggen sich täglich ins Internet ein. Politiker haben erkannt, dass der Großteil ihrer Wählerschaft online ist. Und offensichtlich gibt es keinen besseren Weg, diese Wählerschaft zu erreichen, als online zu gehen.
Leider ist die Lage hier undurchsichtig geworden. Politische Kampagnen stützten sich oft auf Fehlinformationen und manchmal auch auf offensichtliche Fake News, um Wähler anzulocken. Die Cambridge Analytica Skandal Ein wichtiges Beispiel hierfür war die Datenerfassung Tausender Facebook-Nutzer. Vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 wurden gezielt gezielt Anzeigen geschaltet. Auf Facebook gab es Tausende Anzeigen mit Russland-Bezug, die oft eine spaltende Agenda verbreiteten.
Undurchsichtiger politischer Wahlkampf
Auch das Hacken von E-Mails des Parteitags der Demokraten ist Teil der Taktik der Wählermanipulation. Eine weitere gängige Taktik dieser Strategie ist die Verbreitung von Fake News, sei es durch die Manipulation eines neuen Berichts oder die gezielte Verbreitung von Lügen.
Es liegt auf der Hand, dass jeder Nutzer des Internets und insbesondere der sozialen Medien äußerst wachsam sein muss. Manche Parteien stecken Unsummen in digitale Kampagnen, um Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Dabei stützen sich die Kampagnen nicht immer auf Fakten – sie verbreiten Hass, Fake News und Verschwörungstheorien, um Stimmen zu gewinnen. Die Rhetorik kann wütend und hitzig werden und sogar zu realer Gewalt führen.
Bleiben Sie schlau
Wie bleibt man ein kluger Wähler und wird nicht zum Ziel dieser Kampagnen? Der allererste Schritt besteht darin, sich darüber im Klaren zu sein, was passiert. Wenn man die Manipulationstaktiken genau kennt, kann man ihnen immer einen Schritt voraus sein. Im Einzelnen:
- Glauben Sie nicht alles, was Sie in den sozialen Medien erhalten oder sehen. Prüfen Sie es anhand verschiedener, insbesondere guter Quellen und bilden Sie sich erst dann eine Meinung.
- Leiten Sie auf keinen Fall eine Nachricht weiter, die Sie erhalten und bei der es sich um Informationen handelt, bei denen Sie sich nicht sicher sind.
- Wenn Sie auf Konten stoßen, die Fake News verbreiten, melden Sie diese umgehend über die in den sozialen Medien bereitgestellten Optionen.
- Vertrauen Sie nicht auf Informationen, nur weil sie Ihren eigenen Ansichten und Meinungen entsprechen. Bleiben Sie logisch und vermeiden Sie es, in die Falle von Fake News zu tappen.
- Informieren Sie sich gründlich und fundiert, bevor Sie Ihre Stimme abgeben. Lassen Sie sich nicht von den Aussagen der Kandidaten beeinflussen, die oft von ihren Anhängern in den sozialen Medien weiterverbreitet werden.
- Seien Sie sehr vorsichtig, wie Sie sich in sozialen Medien zu politischen Themen äußern. Oft verbreiten harmlose Seiten subtil politische Informationen, die nicht sofort erkennbar sind. Seien Sie aufmerksam und achten Sie auf jede Art politischer Ausrichtung.
- Letztendlich sind Sie eine Nummer, Teil einer großen Menge, die anhand von Daten verfolgt und analysiert wird. Halten Sie Ihren digitalen Fußabdruck daher so gering wie möglich.
Da 2019 in den großen Demokratien auf der ganzen Welt Wahlen anstehen, ist es umso wichtiger, dass die Wähler klug vorgehen und fundierte Entscheidungen über ihre Wahlentscheidung treffen.
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