Seit der Erfindung des World Wide Web im Jahr 1989 durch Tim Berners-Lee hat sich die Technologie verändert. Was einst eine Sammlung einfacher textbasierter Usenet-Gruppen war, verwandelte sich in Multimedia und Grafik. Zuerst war E-Mail-Kommunikation der letzte Schrei, dann verlagerte sich die Kommunikation auf soziale Medien. Doch eine Technologie ist nach wie vor allgegenwärtig: elektronische Post oder E-Mail.
SMS und soziale Medien mögen zwar aktuell beliebt sein, doch E-Mail bleibt für die meisten Unternehmen weltweit das bevorzugte Kommunikationsmittel, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass dies bald der Fall sein wird. Die Radicati Group schätzt, dass die Gesamtzahl der täglich gesendeten und empfangenen Geschäfts- und Privat-E-Mails im Jahr 281 2018 Milliarden übersteigen wird und bis Ende 333 voraussichtlich auf über 2022 Milliarden ansteigen wird. Weltweit gibt es 3.8 Milliarden E-Mail-Nutzer, und diese Zahl wird bis Ende 4.2 voraussichtlich auf über 2022 Millionen ansteigen.
Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass E-Mails nach wie vor ein bevorzugtes Angriffsziel für Cyberkriminelle sind. Die enorme Verbreitung von E-Mails – sowohl privat als auch beruflich – durch Milliarden von Menschen ermöglicht es Hackern und Cyberkriminellen, mehrere Personen gleichzeitig anzugreifen. Das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) schätzte, dass der Angriff auf geschäftliche E-Mails und E-Mail-Konten im Jahr 676 mit über 2017 Millionen US-Dollar die höchsten gemeldeten Verluste verursachte.
Die häufigsten E-Mail-basierten Angriffe erfolgen normalerweise in folgender Form:
Ransomware:
Ransomware bezeichnet Schadsoftware, die Systeme sperrt oder Daten verschlüsselt und im Gegenzug Lösegeld fordert. Die beiden häufigsten Kanäle, über die Ransomware in Systeme eindringt, sind E-Mails und kompromittierte Websites. Tatsächlich enthielten 93 2016 % aller Phishing-E-Mails verschlüsselte Ransomware. Um diese E-Mails echt und überzeugend aussehen zu lassen, werden sie als Rechnungen, Steuerformulare, Briefe von Kollegen oder Vorgesetzten getarnt.
Cyberkriminelle nutzen Ransomware gerne, da sie eine einfache und anonyme Möglichkeit bietet, Unternehmen zu terrorisieren und an Geld zu kommen. Ransomware erfordert nicht einmal spezielle technische Kenntnisse, um effektiv zu sein – Hacker können gemeinsam genutzten Code verwenden und sogar auf Dienste zugreifen, die das Lösegeld per Bitcoin eintreiben. Tatsächlich deutet ein Bericht darauf hin, dass Ransomware-Angriffe um sage und schreibe 400 Prozent zugenommen haben, was hauptsächlich auf die Popularität von WannaCry zurückzuführen ist.
Speerfischen
Speerfischen ist eine Variante des Phishing-Betrugs, bei der Hacker gezielt E-Mails an eine Person senden, die scheinbar von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Ziel dieser E-Mails ist es, wie bei jedem anderen Cyberbetrug, entweder Zugriff auf das System des Benutzers zu erhalten oder an vertrauliche Informationen zu gelangen. Spear-Phishing gilt als eine der erfolgreichsten Cyberangriffstechniken, da die Angriffe durch die hohe Personalisierung der Angriffe sehr glaubwürdig sind.
In SpeerfischenNutzer erhalten sorgfältig personalisierte E-Mails von einer vertrauenswürdigen Quelle oder einem Unternehmen, mit dem sie häufig interagieren. Das kann so skrupellos sein wie eine E-Mail von einem Freund, Kollegen oder Chef, in der um Zugang zu vertraulichen Informationen gebeten wird. Spear-Phishing-Hacker profitieren von ihrem Wissen über Sie, was Sie in den meisten Fällen unvorsichtig werden lässt.
Kompromiß bei geschäftlichen E-Mails (BEC)
Business Email Compromise ist eine Art Phishing-Angriff, bei dem sich Cyberkriminelle als Führungskräfte eines Unternehmens ausgeben und versuchen, Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten zur Übermittlung vertraulicher Informationen und damit verbundener Gelder zu bewegen. BEC-Angriffe sind wahrscheinlich die gezielteste Form des Phishings, bei der die Cyberkriminellen die Social-Media-Profile der anvisierten Mitarbeiter analysieren. Durch die genaue Beobachtung von Mitarbeitern, Lieferanten und ahnungslosen Kunden können Cyberkriminelle gezielt E-Mails verfassen.
Ein BEC-Angriff ist oft ein hochgradig zielgerichteter Angriff und funktioniert so, dass die eingehenden E-Mails für den Empfänger völlig legitim aussehen, woraufhin er darauf reagiert und zum Opfer wird. BEC-Angriffe richten sich meist gegen Personen, die für Überweisungen verantwortlich sind, und zielen mit gefälschten E-Mails auf Unternehmen und Mitarbeiter ab.
Um sich vor Cyberangriffen per E-Mail zu schützen, müssen Unternehmen eine mehrschichtige Lösung einsetzen, die neben Firewall und E-Mail-Schutz auch erweiterten Schutz, URL-Filterung, Datenverlustprävention und Verschlüsselung bietet. Unternehmen können beispielsweise folgende Maßnahmen in Betracht ziehen: SeqriteDie Reihe leistungsstarker Tools von [Name des Unternehmens] ermöglicht es Unternehmen, Malware zu unterbinden, Sicherheitslücken zu schließen und unbefugten Zugriff zu verhindern, was zu einem risikofreien Unternehmen führt.
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