Kleine und mittlere Unternehmen sind für ihren Erfolg und ihr Wachstum in der Regel auf Unternehmensdaten angewiesen. Allerdings besteht die Gefahr, dass KMU ihre Daten durch die Umsetzung fehlerhafter Strategien gefährden. Jüngsten Umfrageberichten zufolge waren mindestens 78 Prozent der globalen Unternehmen mindestens einmal von einem Datenleck betroffen, das auf fahrlässige Mitarbeiter oder böswillige Dritte zurückzuführen war. Dies zeigt, dass fehlende Fähigkeiten, Kenntnisse und Anpassungsfähigkeit die Unternehmensdaten übermäßig belasten und so die Vertraulichkeit gefährden.
Datensicherheitsrisiken: Aufzählung der Gefahren
Datenlecks führen oft zu massiven finanziellen Belastungen, die wiederum höhere Wiederherstellungskosten und Kosten für die Kundenerstattung nach sich ziehen. Zudem ist die Wiederherstellung der kompromittierten Datensätze äußerst schwierig und sicherlich keine kosteneffiziente Strategie. Schließlich ist es die Glaubwürdigkeit des Unternehmens, die bei einem Sicherheitsverstoß gefährdet ist. Dies sind zwar einige der üblichen Bedrohungen, die mit Datenlecks einhergehen, aber bestimmte fortgeschrittene Angriffe können KMUs völlig lahmlegen und sie an den Rand des Stillstands bringen.
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Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die direkt bestimmen, warum ein KMU kurz davor stehen könnte, Zeuge eines Datenverstoßes zu werden.
Fahrlässigkeit des Mitarbeiters
Manchmal kann Ihr größtes Kapital zu Ihrem schwächsten Glied werden. In der heutigen Zeit, in der Erreichbarkeit und Mobilität zu den wünschenswerten Organisationsmerkmalen gehören, führen sie oft zu höheren Risiken für Unternehmen. Berichten zufolge vergessen mindestens 77 Prozent der Mitarbeiter, ihre Systeme auszuschalten, wodurch diese unbeaufsichtigt und anfällig für Bedrohungen bleiben. Aufgrund mangelnden Bewusstseins vernachlässigen Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen oft den Schutz kritischer Unternehmensdaten. Sei es das häufige Ändern von Passwörtern oder das Vermeiden von Phishing-Links – um vertrauliche Geschäftsdaten vor böswilligen Dritten und Cyberkriminellen zu schützen, ist erhöhte Wachsamkeit erforderlich.
Fehlende Schutztechnologien
Die Mehrheit der KMUs scheitert an der Implementierung hochwertiger Sicherheitstechnologien zum Schutz ihrer Daten. Aufgrund knapper Budgets und mangelnder Kenntnis der allgemeinen Bedrohungslage investieren viele KMUs nur schleppend in Sicherheitstechnologie. Fehlende Tools und Möglichkeiten zur Datenverlustprävention setzen sie sich komplexen, anhaltenden Bedrohungen aus. Während fast 65 Prozent der KMUs veraltete Technologien einsetzen, müssen 64 Prozent der bestehenden Organisationen ihre Infrastruktur schnellstmöglich umbauen, um Hackern immer einen Schritt voraus zu sein. Unternehmen sollten daher neben der erweiterten Perimetersicherheit auch umfassende Schutzmaßnahmen ergreifen.
Mitarbeitermobilität im Fokus
Die Betonung mobiler Geräte ist bei kleinen und mittleren Unternehmen durchaus üblich. BYOD und ähnliche Strategien tragen maßgeblich dazu bei, Unternehmen mehr Flexibilität zu bieten. Das Konzept der erhöhten Mobilität hat jedoch seinen Preis. Fast 56 Prozent der Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen speichern vertrauliche Daten auf Mobiltelefonen. Auch die Datensicherheitsrisiken haben sich rapide vervielfacht.
Fehler beim Sichern der Datensätze
Berichten zufolge sichern mindestens 62 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen ihre vorhandenen Datensätze nicht regelmäßig. Zudem verfügen sie nicht über automatisierte Backup-Pläne. In den meisten Fällen sind fehlende Ressourcen und Budgets die Hauptprobleme, die ihre Backup-Prozesse behindern.
Sicherheitsrichtlinien nicht durchsetzen
Unternehmen benötigen strenge Datensicherheitsrichtlinien, um die Informationen ihrer Kunden zu schützen. Die Mehrheit der KMU läuft Gefahr, Daten, Umsatz und Mitarbeiterproduktivität zu verlieren, wenn keine angemessenen Datensicherheitsrichtlinien durchgesetzt werden. Obwohl 80 Prozent der bestehenden Organisationen die Überwachung und Verwaltung von Endbenutzerberechtigungen und -privilegien befürworten, setzen nur 47 Prozent tatsächlich Richtlinien um und schulen ihre Mitarbeiter entsprechend.
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