Es ist die Saison des schönsten Spiels. Die Welt blickt gespannt auf das Fußballfest der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Während einige der größten Superstars des Sports in Russland ihr Können unter Beweis stellen, feiern Sportfans den Fußball – sowohl in Russland als auch auf der ganzen Welt.
Doch leider schwebt über diesem Ereignis ein dunkles Schreckgespenst: die Cybersicherheit. Ob es uns gefällt oder nicht, unsere Welt ist digital, und selbst ein großes Sportereignis wie die Fußballweltmeisterschaft ist nicht immun gegen Cyberangriffe. Sportereignisse dieser Art sind aufgrund ihrer großen Bekanntheit und der großen Anzahl an Zuschauern ein begehrtes Ziel für Cyberkriminelle. Sie sind ein gutes Angriffsziel, und die globale Medienberichterstattung sorgt dafür, dass sie sofort populär werden.
Fans in Gefahr
Ob Olympische Spiele, Paralympics oder Fußballweltmeisterschaft – jedes Sportereignis dieser Größenordnung ist Ziel von Cyberangriffen. Während der Olympischen Spiele 2008 in Peking war China täglich rund 12 Millionen Online-Angriffen ausgesetzt. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien behaupteten Hacker, zahlreiche mit dem Turnier in Zusammenhang stehende Websites angegriffen zu haben, darunter die des Sponsors, der brasilianischen Regierung und des brasilianischen Geheimdienstes. Dies geschah durch eine Reihe von Distributed-Denial-of-Service- oder DDoS-Angriffen. Für die laufende Fußballweltmeisterschaft 2018 wurden fast zwei Millionen Tickets verkauft, was für Kriminelle eine riesige Daten- und Informationsquelle darstellt.
Fans, die diese Spiele besuchen, sind immer einem Risiko ausgesetzt, wenn sie Finanztransaktionen in unsicheren Umgebungen durchführen. Sie können auch Phishing-Nachrichten erhalten, in denen sie in legitimen Nachrichten (z. B. angeblich von der FIFA) aufgefordert werden, auf einen Link zu klicken oder Schadsoftware auf ihre Geräte herunterzuladen. Wie bei jedem anderen Sportereignis ist auch die Weltmeisterschaft eine Zeit erhöhter Emotionen und daher eine Zeit, in der Social-Engineering-Versuche eher erfolgreich sind. Von den Emotionen über die Niederlage oder den Sieg ihrer Lieblingsmannschaft oder ihres Lieblingssportlers mitgerissen, ist ein Fan möglicherweise weniger bereit, seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen und gibt daher möglicherweise versehentlich wertvolle Anmeldedaten über ein ungesichertes WLAN oder eine bösartige Website preis.
Erhöhtes Sicherheitsgefühl
Grundsätzlich können Zuschauer bei solchen Sportveranstaltungen sicher bleiben, indem sie die traditionellen Regeln der Cybersicherheit beachten. Seien Sie vorsichtig bei Betrug und der Weitergabe persönlicher Daten, insbesondere an unbekannte Websites, und seien Sie bei der Nutzung öffentlicher Netzwerke sehr vorsichtig. Stellen Sie sicher, dass Ihre Familie zu Hause Kopien aller wichtigen Dokumente hat. Behalten Sie außerdem die Kontrolle über Ihre Debit- und Kreditkarten, da Betrug in einem unbekannten Land sehr leicht passieren kann.
Nicht nur Fans, sondern auch Sportler und Sportorganisationen müssen sich vor Cyberkriminellen in Acht nehmen. 2016 veröffentlichte eine Hackergruppe vertrauliche Daten von Sportlern, indem sie Datenbanken der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hackte. Dies war ein schwerwiegender Angriff auf den Datenschutz von Sportlern, doch es kam noch schlimmer: Dieselbe Gruppe hatte auch den Internationalen Leichtathletikverband (IAAF) gehackt und vertrauliche Daten über Sportler und ihre Dopingbefreiungen weitergegeben.
Daher haben die Teams eigene Vorkehrungen getroffen. Der englische Fußballverband (FA) riet seinen Spielern und Mitarbeitern, bei der Weltmeisterschaft in Russland kein öffentliches WLAN oder Hotel-WLAN zu nutzen, um zu verhindern, dass sensible Informationen wie die Taktik der Mannschaft nach außen dringen. Auch andere Länder haben ähnliche Maßnahmen ergriffen und damit die Bedeutung unterstrichen, die sie der Cybersicherheit in der heutigen Zeit beimessen.
Daher ist es für alle Beteiligten äußerst wichtig, wachsam zu bleiben, insbesondere bei großen Sportereignissen. Wenn Leidenschaft und Emotionen hochkochen, kann die Logik oft in den Hintergrund treten, und genau darauf warten Hacker.
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