Cyberangriffe auf Endpunkte und Netzwerke nehmen kontinuierlich zu, und Unternehmen müssen ihre Abwehrmaßnahmen optimieren. Der technologische Fortschritt wirkt sich jedoch positiv auf Cyberkriminelle aus, und Sicherheitslücken sind nun schwieriger zu schaffen. Daher konzentrieren sich Cyberkriminelle derzeit auf eine neue Form von Schwachstellen, wobei Einzelpersonen im Mittelpunkt stehen.
Phishing-E-Mails verstehen
Manchmal öffnet ein Mitarbeiter versehentlich eine E-Mail, die auf eine Phishing-Website verweist. Sei es ein unverdächtiges Word-Dokument mit verstecktem Ransomware-Skript oder etwas, das die Sicherheit des gesamten Arbeitsplatzes gefährdet – Phishing-E-Mails werden häufig angeklickt. Berichten zufolge klicken fast 30 Prozent der gesamten Belegschaft regelmäßig auf Phishing-E-Mails und die dazugehörigen Links, was das Problem äußerst komplex macht. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Mitarbeiter für Phishing-E-Mails zu sensibilisieren. Schulungen und die Stärkung von Sicherheitsrichtlinien und -verfahren sind ein guter Ausgangspunkt, um Mitarbeiter über Phishing aufzuklären. Simulationen sind jedoch eine hervorragende Möglichkeit, sie wachsam zu halten.
Phishing-Simulation: Erste Schritte
Jeder Simulationstest muss mit einer Einführungsschulung beginnen, in der die Mitarbeiter über E-Mail-Sicherheit und die Auswirkungen von Phishing aufgeklärt werden. Jedes Unternehmen sollte ein Anti-Phishing-E-Mail-Konto einrichten, über das Mitarbeiter ihre Erfahrungen, Vermutungen und andere Anforderungen in Bezug auf Cyber-Bedrohungen problemlos austauschen können.
Ein Phishing-Simulationstest umfasst jedoch viele Schritte, die oft mit einer gründlichen Planung einhergehen. Unternehmen müssen daher die Vorgehensweise dieser Phishing-Simulationstests sorgfältig prüfen. Im Folgenden wird die Vorgehensweise detailliert erläutert:
- Es ist nicht ratsam, häufig Phishing-Tests per E-Mail durchzuführen, da die Leute dann skeptisch werden und sogar Cyberkriminelle schnell gewarnt werden.
- Allerdings sind auch seltene Simulationstests ineffektiv, da den Unternehmen dann nur wenige Berichte und Statistiken zur Verfügung stehen, auf die sie sich verlassen können.
- Bei der Phishing-Simulation muss ein Unternehmen wie ein Angreifer denken und hin und wieder zwielichtige E-Mails versenden.
- Bei der genannten Technik handelt es sich eher um einen Test, der prüft, ob die Mitarbeiter weiterhin auf verdächtige Links klicken.
- Phishing-E-Mails sollten nicht an das gesamte Unternehmen weitergeleitet werden, da dies Misstrauen weckt. Stattdessen sollte der Prozess organisch erfolgen und sich an eine Gruppe ausgewählter Mitarbeiter richten, in der Regel monatlich.
- Die meisten Phishing-Simulationstests sind in der Regel über einen Zeitraum von 12 Monaten geplant. Es kann jedoch auch situationsbedingte Ad-hoc-Kampagnen geben.
Beim Verfassen von Phishing-E-Mails anhand der Betreffzeilen stehen Unternehmen zahlreiche Optionen zur Verfügung, um die optimale Reaktion ihrer Mitarbeiter zu erhalten. Sei es die praktische „Wir zahlen nicht“-Mail oder eine E-Mail mit dem Slogan „Holen Sie sich etwas umsonst“; es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Leser zum Klicken auf bösartige Links zu verleiten.
Berichte abrufen und Mitarbeiter weiterbilden
Jeder gute Phishing-Simulationstest umfasst Tools, die zeitnahe Berichte versenden. Diese Tools helfen Unternehmen, Öffnungsraten, Klickraten und sogar die Anzahl der Mitarbeiter zu verfolgen, die den Erhalt von Phishing-E-Mails gemeldet haben.
Wenn es darum geht, die Unternehmenserwartungen zu konkretisieren, sind die Klickraten nach einem erfolgreichen, unternehmensweiten Phishing-Stimulationstest vermutlich niedriger. Die Trendmelderaten liegen in der Regel höher, und dieser Prozess deckt letztendlich das schwächste Glied im Unternehmen auf. Durch die Durchführung solcher Simulationstests können Unternehmen die Schulungsprinzipien basierend auf den vorliegenden Ergebnissen anpassen und modifizieren.
Es gibt Fälle, in denen eine bestimmte Person in der Organisation häufig auf diese Links klickt. Gemäß dem Phishing-Simulationsschema müssen solche Personen persönlich von den IT-/Sicherheitsexperten geschult werden.
Follow-up
Auf jede Phishing-Simulationskampagne müssen entsprechende E-Mails folgen, in denen die IT-Abteilung die betroffenen Mitarbeiter über die Realität von Phishing-E-Mails und die im Gegenzug von ihnen erwarteten Informationen informiert.
Mit den richtigen Tools
Phishing-Simulationssoftware oder -Tools sind unerlässlich, um Unternehmen vor Cyberkriminellen zu schützen. Unternehmen sollten Tools auswählen, die zeitnahe Berichte in Form detaillierter Statistiken versenden. Darüber hinaus nutzen manche Unternehmen digitale Zertifikate zur Authentifizierung und Validierung von Benutzern. Diese Zertifikate werden den E-Mails beigefügt und bestätigen so deren Legitimität.
Es versteht sich von selbst, dass Phishing-Simulationstests die Mitarbeiter auf der Hut halten können, indem sie die Vertraulichkeit der beteiligten Organisation nur minimal belasten.
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