Der Begriff „künstliche Intelligenz“ ruft stets Bilder eines Science-Fiction-Prototyps hervor. Dank des Einflusses der Populärkultur wird künstliche Intelligenz in der Populärkultur stets als intelligente Maschinen und Roboter interpretiert, die autonom, unabhängig und in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen und ihre Umgebung selbstständig kennenzulernen.
Doch es muss nicht immer so großartig sein. Künstliche Intelligenz (KI) kann oft einfacher sein – ein Computer, der analytische Funktionen mit übermenschlicher Geschwindigkeit ausführt. Es ähnelt dem maschinellen Lernen, bei dem Computer und Systeme mit riesigen Datenmengen arbeiten, diese analysieren und Algorithmen ausführen, um Muster zu finden und die Daten zu verstehen. Künstliche Intelligenz geht noch einen Schritt weiter – sie ist ein System, das nicht nur Ergebnisse aus riesigen Datenmengen liefert, sondern auch in der Lage ist, auf dieser Grundlage Entscheidungen zu treffen.
Die Vorteile KI-basierter Cybersicherheit
Künstliche Intelligenz kann im Bereich der Cybersicherheit viele positive Funktionen erfüllen. Der wichtigste Aspekt der Cybersicherheit ist die Bedrohungsabwehr. Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter und vermehren sich mit einer enormen Geschwindigkeit, die es Menschen unmöglich macht, den Überblick zu behalten. Cybersicherheit umfasst außerdem Unternehmensanalysen, Mitarbeitererkennung und unzählige weitere Aktivitäten. Die enorme Leistung eines Computers kann jedoch dazu beitragen, viele Funktionen zu diversifizieren.
- KI-gestützte Cybersicherheitslösungen in Kombination mit menschlicher Intelligenz können bei der Verarbeitung großer Datenmengen äußerst nützlich sein. KI kann diese Daten analysieren, um Muster und Anomalien zu erkennen und so zum Verständnis der Umgebung beizutragen. Auf diese Weise kann sie Konzepte wie Normalität und Fehlalarme erkennen und Ereignisse kennzeichnen, die nicht „normal“ sind.
- In ähnlicher Weise kann KI die Benutzeraktivität eines Unternehmenssystems über einen bestimmten Zeitraum überwachen und so die „normale“ Funktionsweise verstehen. Auf diese Weise kann betrügerisches Benutzerverhalten sofort erkannt werden. Wenn sich beispielsweise ein typischer Benutzer nicht von seinem gewohnten Standort, sondern von einem anderen Standort aus anmeldet, kann dies sofort erkannt und der Benutzer zu weiteren Authentifizierungen aufgefordert werden.
- KI-basierte Lösungen helfen auch bei der Identifizierung von Bedrohungsvarianten. Viele neue Schwachstellen sind lediglich Variationen einer früheren Bedrohung mit einigen Unterschieden. KI kann diese neuen Schwachstellen überprüfen, mit ihrem bisherigen Erkennungssystem abgleichen und bei Übereinstimmungen ähnliche Präventionsmaßnahmen ergreifen.
Obwohl KI ein hervorragendes Werkzeug für Cybersicherheit und Bedrohungsprävention ist, sollte man nicht vergessen, dass sie letztlich nur als Werkzeug und nicht als Allzwecklösung betrachtet werden sollte. Tatsächlich kann KI in vielen Fällen missbraucht werden.
Wie es missbraucht werden kann
- Letztendlich dreht sich bei KI alles um Daten. Und genau wie Daten durch Cybersicherheitslösungen analysiert und verstanden werden, geschieht das Gleiche auf der anderen Seite. Cyberkriminelle und Hacker nutzen KI zunehmend, um noch raffiniertere Angriffe zu starten.
- Dies geschieht durch die Automatisierung vieler verschiedener Formen von Cyberangriffen. Das bedeutet, dass durch KI unerbittlich Tausende von Angriffen gestartet werden. Cyber-Kriminelle nutzen KI auch, um eigene Forschung zu betreiben und Schlupflöcher in Unternehmen zu finden.
- Cyberkriminelle können KI auch nutzen, um riesige Datenmengen schnell zu durchsuchen und personenbezogene Daten (PII) zu finden, die ein großes Risiko für die Cybersicherheit darstellen können.
- Schließlich kann KI selbst bei der Cybersicherheit nicht die volle Kontrolle überlassen werden, da dies zu Chaos führen kann. KI kann zwar Anomalien oder Abweichungen erkennen, diese können jedoch in manchen Fällen völlig normal sein. Sie können zwar gekennzeichnet werden, die endgültige Entscheidung muss jedoch bei einem Menschen liegen, der die Daten auch kontextualisieren kann.
Wir treten in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz ein, in dem Maschinen und Computer unser Leben bestimmen werden. Die Welt der Cyberkriminalität ist bereits in eine neue Ära eingetreten, in der Computer auf beiden Seiten einen Großteil der Entscheidungen treffen werden. Es ist wichtig, sich in diesem aufregenden neuen Zeitalter ständig weiterzuentwickeln und relevant zu bleiben.
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