Willkommen in der Zukunft, meine Damen und Herren.
Am 22. Januar erlebte die Welt in der 7th Avenue 2131 in Seattle, Washington, einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Dort eröffnete der erste Amazon Go Store , ein Supermarkt des Online-Riesen Amazon. Doch es gibt eine Besonderheit: Es handelt sich um den weltweit ersten Supermarkt ohne Kassen. Richtig, hier gibt es keine Warteschlangen und keine Kassen.
Wie funktioniert es? Ein Benutzer benötigt die Amazon Go-App auf seinem Smartphone und scannt diese beim Betreten des Geschäfts am Drehkreuz. Im Geschäft kann er sich einen beliebigen Artikel aussuchen und wieder gehen – so einfach ist das. Die Abrechnung erfolgt über die Kreditkarte des Kunden. Dieses Geschäft nutzt verschiedene futuristische Technologien – Computer Vision, Deep-Learning-Algorithmen und Sensorfusion –, die jeden Artikel, den ein Kunde aus dem Regal nimmt oder zurücklegt, erfassen und in einen virtuellen Einkaufswagen legen. Verlässt ein Kunde das Geschäft, wird der Einkaufswagen ausgecheckt und die Kreditkarte belastet.
Technologie der Zukunft
Es ist ein unglaubliches Konzept und hat überall Aufmerksamkeit erregt. Die meisten Publikationen, die über diesen Laden berichteten, erwähnten die Revolution, die er für den stationären Einzelhandel bedeuten könnte. Obwohl es noch früh ist, könnte er tiefgreifende Veränderungen in der Welt bewirken.
Bevor Amazon Go jedoch zu weit vorausdenkt, muss das Unternehmen zunächst die grundlegenden Anforderungen erfüllen: ein sicheres Einkaufsumfeld für Kunden. Da der gesamte Zahlungsprozess automatisiert und online abgewickelt wird, birgt dies ein latentes Risiko für die Cybersicherheit. Einzelhändler sind bereits erheblichen Cyberangriffen ausgesetzt – ein Bericht aus dem Jahr 2017 ergab, dass sich die Anzahl der Cyberangriffe auf Online-Händler verdoppelt hat . Laut einem Bericht von Verizon aus dem Jahr 2015 betrafen 28.5 % aller durch Cyberangriffe verursachten Datenpannen Kassensysteme, die direkt mit dem Einzelhandel und der Gastronomie verbunden sind. Auch Amazon bildet hier keine Ausnahme.
Erst 2016 erlitt das Unternehmen einen Sicherheitsvorfall, bei dem 80,000 Zugangsdaten gestohlen wurden. 2017 wurden Amazons Drittanbieter von Hackern angegriffen, die Bankeinzahlungsinformationen veränderten und so Tausende von Dollar erbeuteten . Und im September 2017 wurde auch die Amazon-Tochter Whole Foods Market Opfer eines Kreditkartendaten-Hacks.
Der Sicherheitsaspekt
Es ist also klar, dass Amazon ein hochriskantes Ziel für Cyberbetrug ist und der neue Amazon Go Store im Visier böswilliger Hacker steht. Daher muss das Unternehmen sicherstellen, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind. Zunächst einmal muss Amazon Go die Kreditkartendaten seiner Kunden so sicher wie möglich aufbewahren, da dies ein anfälliges Umfeld für Kreditkartenbetrug ist. Da für den Zugang zum Store lediglich ein Telefon benötigt wird, muss jede Möglichkeit eines Missbrauchs, beispielsweise durch Diebstahl, ausgeschlossen werden.
Auch der Datenschutz im Amazon Go Store stellt sich. Zukunftstechnologien wie Computer Vision, Deep-Learning-Algorithmen und Sensorfusion, die dieses automatisierte Erlebnis ermöglichen, erfassen auch eine riesige Menge an Kundendaten. Nutzer sind möglicherweise nicht bereit, solche persönlichen Daten weiterzugeben, wenn sie nicht von deren Sicherheit überzeugt sind. In dieser Hinsicht muss Amazon sicherstellen, dass es seinen Kunden ausreichende Sicherheit durch fortschrittliche Sicherheitslösungen bietet.
Ein vollständig automatisiertes Einkaufserlebnis ist eine spannende, revolutionäre Idee, und die Tatsache, dass es bereits Realität wird, ist aufregend. Doch jede Revolution birgt auch ihre Tücken. Wenn Amazon in seinen Amazon Go-Filialen ein sicheres Einkaufserlebnis gewährleisten kann, kann das neue Produkt sein Potenzial voll ausschöpfen.



