Sicherheit ist Gewohnheit. Wie die meisten menschlichen Gewohnheiten erfordert sie jahrelange Übung. Eine Ausnahme bilden schlechte Angewohnheiten. Cybersicherheitsexperten wissen, dass sich schlechte Angewohnheiten leicht einschleichen. Für Mitarbeiter ist es einfacher, ihre Firewall auszuschalten, um die ständigen Warnmeldungen zu unterdrücken. Oder ein einfaches Passwort zu wählen, das man sich leicht merken kann. Oder ihre Daten an Websites weiterzugeben, die danach fragen.
Haben sich diese schlechten Gewohnheiten erst einmal etabliert, sind sie nur schwer wieder abzulegen und können verheerende Folgen für die Sicherheit eines Unternehmens haben. Letztendlich dreht sich bei Cybersicherheit alles um Menschen. Wenn in einer Kultur mangelhafter Sicherheitspraktiken eine Unternehmenskultur herrscht, ist sie extrem anfällig für Sicherheitsverletzungen oder andere Angriffe.
Hier sind fünf schlechte Sicherheitspraktiken, derer sich viele Organisationen schuldig gemacht haben:
1. Keine Implementierung von Zugriffskontrollrichtlinien
Zugriffskontrolle ist ein Problem, mit dem fast jede Organisation zu kämpfen hat. Selbst die stärksten Firewalls nützen manchmal nichts, wenn jeder Benutzer im Unternehmen Zugriff auf alles hat. Das macht das Unternehmen sehr anfällig für Insider-Angriffe. Das bedeutet auch: Wenn es einem Hacker gelingt, die Kontrolle über ein System mit Netzwerkzugriff zu erlangen, ist das ein Glücksfall für ihn.
2. Keine IPS/IDS-Systeme einsetzen
Intrusion Detection and Prevention Systeme (IDS/IPS) funktionieren etwas anders als andere Cybersicherheitslösungen. Diese Lösungen bieten Überwachung und Tracking für Analysen. Dies erfordert zwar etwas Aufwand für Netzwerkadministratoren, lohnt sich aber. Die Daten liefern wertvolle Einblicke in die detaillierte Aktivität von Eindringlingen und ermöglichen so die Entwicklung besserer Sicherheitsrichtlinien.
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3. Keine Sicherheitsrichtlinie
In diesem Zusammenhang ist eine Sicherheitsrichtlinie unerlässlich. Es mag selbstverständlich klingen, doch viele Unternehmen haben dies noch nicht erkannt. Eine Cybersicherheitsrichtlinie ist ein ebenso wichtiges Dokument wie jede andere Richtlinie im Unternehmen und muss ebenso konsequent umgesetzt werden. Die Cybersicherheitsrichtlinie muss umfassend sein und Verhaltensregeln enthalten, mit denen jeder Mitarbeiter vertraut ist.
4. Die von Ihnen verwendete Software nicht aktualisieren
2017 sorgte der WannaCry-Ransomware-Angriff weltweit für Schlagzeilen. Er nutzte eine Sicherheitslücke in Windows XP aus. Ja, richtig gelesen – Windows XP, ein Betriebssystem, das mittlerweile fast zwei Jahrzehnte alt ist und dessen Support Microsoft selbst 2014 eingestellt hat. Tatsächlich wurde festgestellt, dass weltweit noch immer 7 % der PCs dieses veraltete Betriebssystem verwenden. Dieses Beispiel verdeutlicht die extreme Gefahr, die von der mangelnden Aktualisierung der Software in Unternehmen ausgeht. Hacker sind sich der Lethargie in großen Unternehmen durchaus bewusst und nutzen diese brutal aus.
5. Das Risiko von Social Engineering nicht verstehen
Manchmal verfällt ein Unternehmen in die entgegengesetzte Richtung und betrachtet Cybersicherheit als reine Technologiefrage. Das ist jedoch ein Trugschluss – denn im Kern ist sie eine Frage der menschlichen Faktoren . Die Mitarbeiter eines Unternehmens können dessen größtes Kapital oder Risiko darstellen. Werden sie nicht in die Cybersicherheitsmaßnahmen einbezogen, fällt es ihnen schwer, Sicherheitslücken zu erkennen, Sicherheitslücken zu schließen oder sich vor Phishing-Mails zu schützen. Daher sind regelmäßige Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen unerlässlich.
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